Analphabetismus - ein durchaus aktuelles Problem

Erst Mitte der 1970er-Jahre wurde man wieder auf das Phänomen deutschsprachiger Analphabeten aufmerksam. Einige Justizvollzugsanstalten sowie Volkshochschulen in Norddeutschland und Vereine wie der Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe e.V. (AOB) in Berlin nahmen sich des Themas an und initiierten erste Kurse. Dachte man zunächst, dass der Analphabetismus in Deutschland ein vorübergehendes, schnell abzuarbeitendes Problem sei, wurde bald deutlich, dass die Zahl der Betroffenen weitaus höher lag als erwartet. Die LEO-Studie der Universität Hamburg geht von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten aus.